Edward Bach

Bei den Bachblüten handelt es sich nicht – wie oft irrtümlich angenommen – um „Blüten, die an einem Bach wachsen“, sondern um speziell ausgewählte Blütenextrakte. Ihr Schöpfer, der englische Arzt Dr. Edward Bach, nach dem sie benannt sind, bezeichnete sie als „Blumen, die durch die Seele heilen“.

Edward Bach (eig. „Bätsch“ ausgesprochen) wurde am 24. September 1886 in der Nähe von Birmingham geboren, wo er auch aufwuchs. Er studierte Medizin in London und Cambridge und arbeitete anschließend zunächst als Chirurg an der Unfallstation und dann als Assistent an der bakteriologischen und immunologischen Abteilung des University College Hospital London, wo er an der Herstellung von Impfstoffen forschte. 1920 eröffnete er eine Praxis, in der er sich mehr und mehr mit der Kräuterheilkunde beschäftigte. 1930 schloss er die Praxis wieder und widmete sich ganz der Entwicklung der Bachblütentherapie, die er im Buch „Heal Thyself“ (Heile Dich selbst) zusammenfasste. Dr. Edward Bach starb am 27. November 1936.

Schon während seines Medizinstudiums kam er zur Überzeugung, dass die Persönlichkeit des Patienten wichtiger sei als die Krankheitssymptome. Seine Bachblütentherapie geht daher davon aus, dass jeder Krankheit eine seelische Gleichgewichtsstörung zugrunde liege. Durch die Einnahme der richtigen Bachblütenessenz können zunächst seelische Entfaltungsprozesse und dann die körperliche Heilung eingeleitet werden.

Die Bachblütenkonzentrate sind speziell aufbereitete Blütenessenzen von 38 wild wachsenden Pflanzen, die auf typische Gemütszustände abgestimmt sind. Die Original-Bachblüten werden heute noch großteils an den von Dr. Bach festgelegten Fundorten in freier Natur gesammelt. Die Essenzen wirken ähnlich wie homöopathische Mittel im feinstofflichen Bereich und werden daher auf Einnahmestärke verdünnt. Anders als bei der Homöopathie bilden sie eine harmonische Gruppe, weshalb sie von Bach auch „the happy fellows of the plant world“ genannt wurden.

Alle 38 Essenzen lassen sich beliebig miteinander kombinieren, haben keine Nebenwirkungen und beeinträchtigen auch keine andere medizinische Therapie. Doch Vorsicht: Bei akuten Erkrankungen ist ein Arztbesuch unerlässlich, denn die Behandlung mit Bachblüten ersetzt diesen nicht! Bachblüten dienen der Vorsorge sowie der Behandlung von harmloseren Beschwerden und der Unterstützung von schulmedizinischen Therapien.